[Intro] Neue Straßen, wo gestern nur Schutt lag. Nicht frei von allem, aber frei genug für den ersten Schritt. [Verse 1] Hinter der Halle ohne Dach führt eine Straße aus dem Grau. Kein Schild zeigt an, wohin sie geht, der Himmel hängt noch kalt und blau. Ich bleib am Anfang lange stehen, die Stadt liegt schwer in meinem Rücken. Ich weiß, ich kann nicht alles lassen, doch muss nicht alles mit mir drücken. [Pre-Chorus] Der Morgen riecht nach feuchtem Stein, nach Gras, das durch die Risse will. Ich nehme nichts zurück von früher, ich mache nur den Lärm in mir still. [Chorus] Neue Straßen, nehmt mich mit, nicht fort von mir, nur weiter. Ich geh mit Narben aus dem Licht, mit dunklem Kleid und breiten Schultern. Neue Straßen, seid noch rau, ich brauch kein glattes Ziel. Ich will nur gehen, ohne zu warten, bis jemand mich zurückbefiehlt. [Verse 2] Ein alter Bus steht ohne Reifen, bemalt mit Worten, die keiner liest. Ich streich den Staub von einer Scheibe, und sehe, wie die Stadt verzieht. Nicht ganz, nicht schön, nicht ohne Schmerzen, doch kleiner als sie gestern war. Vielleicht wird Abschied nicht leichter, nur ehrlicher und klar. [Pre-Chorus] Ich hör kein Rufen aus den Häusern, das mich an alte Schwüre bindet. Nur einen Wind, der durch die Straßen zum ersten Mal nach Zukunft klingt. [Chorus] Neue Straßen, nehmt mich mit, nicht fort von mir, nur weiter. Ich geh mit Narben aus dem Licht, mit dunklem Kleid und breiten Schultern. Neue Straßen, seid noch rau, ich brauch kein glattes Ziel. Ich will nur gehen, ohne zu warten, bis jemand mich zurückbefiehlt. [Instrumental Bridge] Piano und Gitarre öffnen weit, Streicher ziehen über Stein. Die Drums kommen langsam näher, wie ein Herz, das neu lernt, laut zu sein. [Bridge] Ich vergesse nicht die Zimmer, nicht den Namen in der Wand. Doch Erinnerung ist keine Leine, wenn ich sie selber in der Hand hab. [Final Chorus] Neue Straßen, nehmt mich mit, durch Staub und Morgen weiter. Ich geh mit Asche an den Händen, doch mein Blick wird breiter. Neue Straßen, seid noch rau, ich brauch kein sicheres Spiel. Ich will nur gehen, ohne zu warten, bis jemand mich zurückbefiehlt. [Outro] Die Stadt bleibt hinter meinen Schritten, nicht Feind, nicht Heimat, nur Gewicht. Vor mir liegt rissiger Asphalt, und darin wächst schon Licht.